Der Kanton Luzern und die Wirtschaftsförderung

Bei der letzten Session anfangs Mai standen am Dienstag ganz gegensätzliche Traktanden zur Debatte. Da war zum einen der Planungsbericht "über die administrative Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)". Darin wurde dargelegt, wie man die KMU's von unnötigen administrativen Aufgaben zu entlasten gedenke, damit Luzern zum KMU-freundlichsten Kanton avanciere, und dass Wirtschaftsförderung immer wichtig sei.

Hier stellt sich nun bloss die Frage, was die Regierung unter Wirtschaftsförderung versteht! Ist bloss die Bemühung um die Neuansiedlung von Betrieben gemeint oder müsste nicht ebenso für die Bestandespflege der bereits ansässigen Betriebe gesorgt werden, damit sich diese auch entwickeln können?

Wieso hier diese Fragestellung?

Am Nachmittag standen die dringlichen Vorstösse zur Debatte. In meinem überwiesenen Vorstoss wurde die Regierung aufgefordert, in der Thematik rund um die Betriebserweiterung der Wauwiler Champignon AG nochmals über die "Bücher zu gehen", um hier endlich einer Lösung zum Durchbruch zu verhelfen. In verschiedenen Voten kam dabei klar zum Ausdruck, dass die Regierung mit dem KMU-Bericht den theoretischen Teil der Wirtschaftsförderung mit Bravour bestanden hat, dass es mit der Umsetzung in die Praxis aber noch stark "hapert"! Dies zeigt sich nun auch im Fall der Wauwiler Champignons.

Es bleibt zu hoffen, dass die Regierung zum Wohle des Kantons in Zukunft ihr theoretisches "Know How" rund um die Wirtschaftsförderung auch in die Praxis umsetzen wird.